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465 Treffer · Seite 6 von 24- Nr. 1615
"Kaiser Julian in der Dichtung alter und neuer Zeit". Studien zur vergleichenden Literaturgeschichte, 5 (1905), S. 1-120.
Baldensperger/Friederich, S. 115; Frenzel, Stoffe, S. 405.
Den Schwerpunkt der Darstellung Försters bilden literarische Werke des 19. Jahrhunderts: "Erst dem 19. Jahrhundert blieb es vorbehalten, sich an der dichterischen Lösung des religions-psychologischen Problems, welches Julian darbietet, zu versuchen. Jetzt aber wirkte es so anziehend, ja machte seine Forderung so energisch geltend, daß man geradezu von einem Wettstreit der Dichter in der Lösung desselben reden darf. Dabei kann man leicht zwei Strömungen wahrnehmen: die eine retrospektiv und julianfeindlich, die andere vorwärts gerichtet und julianfreundlich. Letztere überwiegt allmählich. Hauptquelle ist für die erstere die legendarische, für die zweite die geschichtliche Überlieferung" (S. 43).
- Nr. 1621
"Ahasver-Dichtungen". Das literarische Echo, 6 (1903/04), Sp. 1467-1477, 1539-1549.
Schmitt, S. 159; Baldensperger/Friederich, S. 157.
Bibl. Hinweis: Ab 26 (1923/24) Name der Zeitschrift geändert in "Die Literatur". -- Weitere Autoren und Werke werden kurz referierend erwähnt.
- Nr. 1623
"Die deutsche Legendendichtung". Das literarische Echo, 9 (1906/07), Sp. 915-923.
Schmitt, S. 128.
Bibl. Hinweis: Ab 26 (1923/24) Name der Zeitschrift geändert in "Die Literatur". -- Der Verfasser referiert die einschlägigen Passagen aus Georg Friedrich Gervinus: Geschichte der poetischen National-Literatur der Deutschen und die Arbeit von Paul Merker. Studien zur neuhochdeutschen Legendendichtung. Probefahrten, 9. Leipzig, 1906.
- Nr. 1633
The legend of the Wandering Jew. New York, 1961.
Frenzel, Stoffe, S. 22.
Bibl. Nachweis: GBV (Standort: SUB Hamburg).
- Nr. 1691
"Die volkstümliche deutsche Räuberdichtung im 18. Jahrhundert als Protest gegen den Feudalismus". Weimarer Beiträge, 6 (1960), S. 727-746.
Frenzel, Motive, 1. Aufl., S. 592; Schmitt, S. 268.
Überblickscharakter. Diverse weitere Werke werden kurz behandelt.
- Nr. 1692
Die mittelhochdeutsche politische Lyrik: 17 Längsschnitte. Deutschkundliche Arbeiten, Reihe A, 13. Breslau, 1938. [Zugleich Diss. Breslau, 1938].
Schmitt, S. 261.
Insgesamt 31 Autoren aus der Zeit von 1200-1450 werden in die Untersuchung einbezogen. "Chronologisches Verzeichnis der politischen Lyriker": S. VIIf.
- Nr. 1694
"The loving killers: The rationale of righteousness in Baroque Tragedy". Comparative Literature Studies, 2 (1965), S. 209-232.
Frenzel, Motive, S. 80, 127.
- Nr. 1706
"Ahasveriana". Leuvensche Bijdragen, 28 (1936), S. 94-102.
Baldensperger/Friederich, S. 157
Ergänzende Angaben und kritische Bemerkungen zu: J.J. Gieln. De Wandelnende Jodd in volkskunde en letterkunde. Amsterdam-Mechelen, 1931.
- Nr. 1721
"Traces of the Wandering Jew in Spain". The Romanic Review, 22 (1931), S. 16-27.
Baldensperger/Friederich, S. 157.
Der Verfasser verfolgt die Spuren des 'Ewigen Juden' in Spanien und kommt zu dem Schluß, daß dieser "never tempted a great, or even a mediocre Spanish poet. There are not many signs, even, of a really popular interest in him, and [...] to a large majority, he was just a very old man, not even a wanderer, not even a Jew, but only a legendary character" (S. 27).
- Nr. 1735
"Le type d'Ahasvérus aux XVIIIe et XIXe siècles". Revue de Littérature Comparée, 11 (1931), S. 373-397.
Schmitt, S. 160; Baldensperger/Friederich, S. 157.
- Nr. 1744
"The Publication of 'the Wandering Jew'". MLR: The Modern Language Review, 38 (1943), S. 11-17.
Baldensperger/Friederich, S. 157.
Die Verfasserinnen untersuchen die Veröffentlichungen des 'Wandering Jew' in "The Edinburgh Literary Journal" und "Fraser's Magazin".
- Nr. 1748
"Negro poets and the American tradition". Antioch Review, 6 (1946), S. 243-253.
Baldensperger/Friederich, S. 129.
- Nr. 1752
Negro voices in American fiction. Chapel Hill, North Carolina, 1948.
Baldensperger/Friederich, S. 129.
Überblick über die afro-amerikanische Prosa des 19. und 20. Jahrhunderts.
- Nr. 1762
Don Juan: Eine Einführung. Artemis Einführungen, 39. München, 1989.
Frenzel, Stoffe, S. 170.
Erneut (unverändert) erschienen unter dem Titel: Don Juan: Ein Mythos der Neuzeit. Aisthesis Essay, 2. Bielefeld, 1993. - Zur Problematik des literarischen 'Don Juan-Typs' merkt Gnüg einleitend an: "Don Juan ist keine historische Figur [wie etwa Casanova], sondern ein literarischer Typus. [..] Der literarische Typ wird durch seinen Stoff bestimmt, dieser jedoch durch die ihn konstituierenden Motive geschaffen. Beim Don Juan-Stoff verbindet sich z.B. das Motiv des extensiven Verführers, den es von einer Frau zur anderen zieht, mit dem des himmlischen Strafgerichts. Diese Motivkombination, die den verschiedenartigen Gestaltungen zugrundeliegt, ist ein Konstrukt, ein abstraktes Handlungsgerüst, das erst in der jeweiligen Ausgestaltung in dem einzelnen Werk seine lebendige Form, seine besondere Bedeutung gewinnt. Selbst Autoren, die mit der Vorstellung einer himmlischen Rache nichts mehr anfangen können, müssen sich auf dieses Motiv einlassen, es z.B. säkularisieren, wollen sie nicht die dem Stoff eigene Spannung auflösen und damit sich vom Stoff überhaupt entfernen" (S. 7ff.).
- Nr. 1763
Don Juans theatralische Existenz: Typ und Gattung. München, 1974. [Zugleich: Diss. Köln, 1971].
Frenzel, Stoffe, S. 170; Schmitt, S. 64.
Zunächst 1971 als Diss. Köln mit dem Titel: "Die dramatische Intentionalität des Don-Juan-Typs" erschienen. - Die Verfasserin versteht den Begriff des Typs weder im Sinne der 'komischen Charaktertypen' Molières noch in dem der 'Maskentypen' der Commedia dell'arte: "[...] es wird ein formaler Begriff Typ gesetzt, der durch das Verhältnis des Besonderen und Allgemeinen gekennzeichnet ist. Der Typbegriff soll hier das Verhältnis von Stoff und Figur akzentuieren. Der Don Juan-Stoff in seiner eigenen Motivkombination ist wesentlich auf die eine Figur Don Juan zugeschnitten, und umgekehrt ist die Figur durch den Stoff bestimmt" (S.10f.). Ausgehend von Tirso de Molinas Stück erarbeitet Gnüg "neben dem historisch Besonderen zugleich auch das typisch Allgemeine" (S. 11) des Don Juan-Typs, gestützt auf eine breite Materialbasis. - Im 'Begriffsregister' finden sich neben den oben bereits aufgeführten weitere literarische Inhaltsnennungen (S. 255ff.).
- Nr. 1764
Jüdische Motive im märchenhaften Erzählungsgut: Studien zur vergleichenden Motiv-Geschichte. Diss. Greifswald, 1932. Gleiwitz, 1932.
Schmitt, S. 160.
Arbeit aus dem Bereich der Erzählforschung mit großer Materialfülle.
- Nr. 1785
Heidelberg als Stoff und Motiv der deutschen Dichtung. Stoff- und Motivgeschichte der deutschen Literatur, 5. Berlin, 1929.
Baldensperger/Friederich, S. 108; Schmitt, S. 127.
Goldschmit verzeichnet "die gesamte Kunstliteratur, die Heidelberg als Stoff oder Motiv benützt, in zwei Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe umfaßt einzelne Gedichte, Gedichtfragmente, Teile aus größeren Zyklen oder epischen Erzählungen, die zweite Gruppe umfaßt alle Romane, Novellen, Erzählungen, Epen und dramatischen Spiele, in denen Heidelberg den Schauplatz, den Stoff oder ein Teilmotiv bildet. [...] Aufgenommen wurde die gesamte feststellbare dichterische Literatur" (S. 36). Der Verfasser nennt in der ersten Gruppe 120, in der zweiten Gruppe 127 Titel (S. 37-46).
- Nr. 1786
"Das Heidelberger Schloß in der deutschen Dichtung". Preußische Jahrbücher, 192 (1923), S. 29-42.
Schmitt, S. 127.
Der Verfasser führt aus, daß die Behauptung, Heidelberg mit seinem Schloß sei die meistbesungene Stadt auch in der neueren deutschen Literatur, in das Reich der Legende gehöre. Bei vielen der von ihm genannten (hier aber nicht aufgeführten) Autoren und Werke ergibt sich vielmehr der Befund, daß das Heidelberger Schloß - aber auch Heidelberg als Stadt - gerade nicht eigens thematisiert wird, sondern daß einzelne Motive aus dem Stadtbild, der Stadtgeschichte, dem Studentenleben, der umgebenden Landschaft etc. aufgerufen werden.
- Nr. 1787
Parzival in der deutschen Literatur. Stoff- und Motivgeschichte der deutschen Literatur, 4. Berlin, 1929.
Baldensperger/Friederich, S. 384; Frenzel, Stoffe, S. 625; Schmitt, S. 252.
Golther wendet sich gegen die Verfahren, die Überlieferung der Grals- und Parzivalsage hauptsächlich nach ihrer Abhängigkeit "von zwei immer wieder behaupteten verlorenen Vorlagen [...]: vom 'Urperceval' und 'Urgral'" zu beurteilen oder von nicht nachweisbaren Autoren wie Kyôt als möglichen Vorlagengebern auszugehen. Seine eigene Darstellung beruhe "einzig und allein auf den wirklichen Quellen, die auseinander abgeleitet werden können, sobald man die Absichten der erfindenden Dichter erkennt" (S. 1f.). - Abschließend hält der Verfasser fest: "Wie beim Tristan so erreicht auch beim Parzival im Mittelalter das Erzählgedicht, in der Neuzeit [d.i. 18.-20.Jh.] das Drama den Gipfel. Im Mittelalter und in der Neuzeit liegt der eigentliche dichterische Wert in dem, was die 'deutschen Meister' aus eigenem hinzufügten. Wolfram und Wagner haben den französisch-keltischen Stoff eingedeutscht und fortgebildet" (S. 62).
- Nr. 1788
Tristan und Isolde in der französischen und deutschen Dichtung des Mittelalters und der Neuzeit. Stoff- und Motivgeschichte der deutschen Literatur, 2. Berlin, 1929.
Baldensperger/Friederich, S. 385; Frenzel, Stoffe, S. 797; Schmitt, S. 345.
Golthers Ziel ist es, die Geschichte des verlorengegangenen Ur-Tristans, "sein Werden und Wachsen zu ergründen und seine Verbreitung in Frankreich und den angrenzenden Ländern zu beschreiben". Dabei sollen insbesondere das "Maß der schöpferischen Tätigkeit des ersten Tristandichters und die Eigenart aller seiner Bearbeiter, Nachahmer und Neugestalter" untersucht werden (S. 1).