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94 Treffer · Seite 2 von 5- Nr. 1764
Jüdische Motive im märchenhaften Erzählungsgut: Studien zur vergleichenden Motiv-Geschichte. Diss. Greifswald, 1932. Gleiwitz, 1932.
Schmitt, S. 160.
Arbeit aus dem Bereich der Erzählforschung mit großer Materialfülle.
- Nr. 1788
Tristan und Isolde in der französischen und deutschen Dichtung des Mittelalters und der Neuzeit. Stoff- und Motivgeschichte der deutschen Literatur, 2. Berlin, 1929.
Baldensperger/Friederich, S. 385; Frenzel, Stoffe, S. 797; Schmitt, S. 345.
Golthers Ziel ist es, die Geschichte des verlorengegangenen Ur-Tristans, "sein Werden und Wachsen zu ergründen und seine Verbreitung in Frankreich und den angrenzenden Ländern zu beschreiben". Dabei sollen insbesondere das "Maß der schöpferischen Tätigkeit des ersten Tristandichters und die Eigenart aller seiner Bearbeiter, Nachahmer und Neugestalter" untersucht werden (S. 1).
- Nr. 1809
"Zum französischen Eulenspiegel". Archiv für Literaturgeschichte, 1 (1870), S. 282-289.
Baldensperger/Friederich, S. 99.
- Nr. 1911
"Deutsche Tierschwänke im 13. Jahrhundert: Ansätze zur Typenbildung in der Tradition des 'Reinhart Fuchs'?". In: Werk-Typ-Situation: Studien zu poetologischen Bedingungen in der älteren deutschen Literatur. Hg.v. Ingeborg Glier [u.a.]. Stuttgart, 1969. S. 99-117.
Schmitt, S. 334.
Der Verfasser versucht, den historischen Gattungstypus 'Tierschwank' zu definieren. Er stellt die These auf, daß "Reinhart Fuchs" einen Idealtypus der Gattung darstelle, in dem alle unterschiedlichen Formtypen gemeinsam realisiert seien.
- Nr. 1963
"Zum Schwank vom bestochenen Richter". Neue Jahrbücher für das klassische Altertum, 39 (1917), S. 207f.
Baldensperger/Friederich, S. 175.
- Nr. 2134
"Realism in medieval German literature". German Life and Letters, 21 (1967/68), S. 335-345.
Schmitt, S. 270.
Heald geht es nicht um die Inhaltseinheit 'Realismus'. Er beschäftigt sich vielmehr mit der Problematik der Anwendbarkeit von modernem Realismusverständnis auf die mittelalterliche Literatur, u.a. in dem Beispiel der Darstellung des Bauern und des bäuerlichen Lebens durch die oben genannten Autoren.
- Nr. 2185
"Zur Herkunft eines mittelalterlichen Schwanks". Archiv für das Studium der neueren Sprachen, Jg. 90, Bd. 167 (N.F. 67) (1935), S. 256-259.
Baldensperger/Friederich, S. 170.
Bibliographische Notiz: Aufgrund wechselnder Zählung (und unterschiedlicher Zitierweise) werden beim "Archiv" grundsätzlich Jahrgangs- und Bandangaben angeführt. - Jg. 52, Bd. 101 (1898) - Jg. 99, Bd. 184 (1943) werden zusätzlich als 'Neue Folge' gezählt. - Jg. 1, Bd. 1-2 (1846) und Jg. 86, Bd. 59 (1931) - Jg. 112, Bd. 197 (1961) führen den verkürzten Titel: "Archiv für das Studium der neueren Sprachen".
- Nr. 2237
Die Wiedertäufer zu Münster in der deutschen Dichtung. Breslauer Beiträge zur Literaturgeschichte, N.F. 33. Stuttgart, 1913.
Frenzel, Stoffe, S. 390; Schmitt, S. 374.
- Nr. 2259
Soziale Typen in den Prosaschwänken des XVI. Jahrhunderts: Untersuchungen über das Wesen einer Unterhaltungsliteratur. Diss. Frankfurt a.M., 1925 [masch.]. [Auszug: o.O. u. J.].
Schmitt, S. 309.
Im Leihverkehr nur als Auszug zugänglich. -- Die Arbeit gliedert sich in drei Abschnitte: I. Grundlagen - Aufgabe, II. Versuch eines Gesellschaftsbildes nach der Schwankliteratur, III. Kritik und Psychologie des Gesellschaftsbildes der Schwankbücher. Während sich der erste Abschnitt mit den Quellen beschäftigt und die schriftliche Tradition aus den mittelalterlichen deutschen Verserzählungen sowie besonders aus den italienischen Novellen und Fazetien herleitet, gibt der zweite Abschnitt aufgrund des literarischen Materials einen Überblick über die Darstellung sozialer Schichten: "Drei soziologische Einheiten wurden übergeordnet, und zwar wurden sie gefunden nach einer psychologischen Einsicht in das Wesen der Schwankliteratur". Die dritte Abschnitt schließlich versucht, "die psychologischen Wurzeln unserer Literaturgattung zu erfassen und aus ihrer Entwicklung ihre endgültige Form zu erklären".
- Nr. 2268
Das Schicksal des Lalebuches in der deutschen Literatur. Diss. Breslau, 1929. Ohlau, Schlesien, 1929.
Schmitt, S. 233.
Der Verfasser stellt insgesamt 80 Lalebuch-Fassungen, -Fortsetzungen und -Bearbeitungen vor.
- Nr. 2454
Der deutsche Bauer im Mittelalter, dargestellt nach den deutschen literarischen Quellen vom 11. - 15. Jahrhundert. Sprache und Dichtung: Forschungen zur Sprach- und Literaturwissenschaft, 42. Bern, 1929. [Zugleich Diss. Bern, 1928].
Baldensperger/Friederich, S. 175; Schmitt, S. 31.
Behandlung weiterer Autoren und Werke.
- Nr. 2607
Das Thema der unheilbaren Krankheit im 'Armen Heinrich' Hartmanns von Aue und im 'Engelhardt' Konrads von Würzburg und weiteren mittelhochdeutschen Gedichten. Diss. Tübingen, 1964.
Schmitt, S. 130, 178, 339.
- Nr. 2623
"Literatur und Recht". In: Reallexikon der deutschen Literaturgeschichte. 2. Aufl. Hg.v. Werner Kohlschmidt, Wolfgang Mohr, Klaus Kanzog und Achim Masser. 5 Bde. Berlin, 1958ff. Bd. II (1965), S. 164-195.
Schmitt, S. 271.
"Im Spiegel der Literatur wird das Recht zu einem Problem erst durch sein Heraustreten aus dem puristisch gültigen Text. Das Recht kann [...] außerrechtlich umgestaltet [Sage, Märchen, Anekdote] oder neu formuliert werden (revolutionäre Rechtsideen), es kann sich in festen Stoff- und Motivkreisen kristallisieren; Anteil des Dichterischen ist überall möglich" (S. 164). - Der Verfasser arbeitet in seinem chronologisch und überblickshaft angelegten Artikel eine Fülle von Stoffen, Motiven und Themen heraus, die aus dem Bereich des Rechts und des Rechtsbewußtseins in literarische Werke eingeflossen sind.
- Nr. 2659
"Der Kaufmannsstand in der deutschen Literatur bis zum Ausgang des 17. Jahrhunderts". Die Grenzboten, 69:4 (1910), S. 110-121.
Schmitt, S. 169.
Überblicksartige Darstellung.- Hinweis Schmitt: "S. 636 Erg. von W. Janell." - Janell weist darauf hin, daß Philipp Nikodemus Frischlin in seiner Komödie 'Julius redivius' zuvor kein 'Kaufmannsstück' geschrieben hat, hier aber einen Vertreter des Kaufmannsstandes auftreten läßt und insofern doch "den Kaufmann in seinen Dichtungen [...] verwertet" (S. 636).
- Nr. 2791
"Münchhausiaden vor Münchhausen". Die Literatur, 38 (1935/36), S. 16-18.
Schmitt, S. 226.
Der Verfasser behandelt "das Thema der 'Münchhausiaden' nur in ganz großen Zügen [und erläutert es] an einzelnen Beispielen" (S. 16). Eingangs skizziert der Verfasser die Entstehungsgeschichte des Münchhausen-Buches von Bürger.
- Nr. 2908
"Reuchlins 'Henno': Geschichte eines Komödienstoffes". In: Wilhelm-Diehl-Festschrift: [Zur Vollendung des 70. Lebensjahres am 10. Januar 1941]. Beiträge zur Hessischen Kirchengeschichte, 12 (1941), S. 299-324.
Frenzel, Stoffe, S. 491; Schmitt, S. 136.
Neben den aufgeführten Autoren und Werken werden weitere genannt.
- Nr. 3044
"Stoffgeschichtliches zu Hans Sachs: Nach Reinhold Köhlers Kollektanen". Euphorion, 3 (1896), S. 351-362.
Baldensperger/Friederich, S. 81; Schmitt, S. 13.
Diese Veröffentlichung quellenkundlicher Studien aus dem Nachlaß von R. Köhler ist dreigeteilt: 1. "Die vier Jungfrauen" (S. 351-354), 2. "Amor und Tod" (S. 354-360), 3. "Die fünfzehn Christen und fünfzehn Türken" (S. 360-362). Eine Fülle weiterer Autoren wird kurz genannt.
- Nr. 3065
Wesen und Wandlung der Narrenidee im Zeitalter des Humanismus: Brant, Murner, Erasmus. Wiesbaden, 1966.
Frenzel, Motive, S. 575; Schmitt, S. 233, 330.
- Nr. 3106
"Das Märchen vom Blendwerk und von des Kaisers neuen Kleidern auf seiner Wanderung durch die Weltliteratur". Bühne und Welt, 1 (1899), S. 969-974.
Baldensperger/Friederich, S. 116.
- Nr. 3136
Dr. Thomas Murners 'Ulenspiegel'. Leipzig, 1854 (Repr. 1975).
Baldensperger/Friederich, S. 99.
Lappenbergs Eulenspiegel-Ausgabe, die der Druckfassung von 1519 folgt, bietet neben text- und druckgeschichtlichen Hinweisen ein separates Kap. "Abhandlungen über den Ulenspiegel" (S. 295-418), in dem es u.a. um die Herkunft und Verbreitung des Stoffes sowie seine Beziehungen zu verwandten Texten geht. -- Lappenbergs Versuch, Thomas Murner als Verfasser des "Eulenspiegel" wahrscheinlich zu machen, ist von der modernen Forschung widerlegt.