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151 Treffer · Seite 2 von 8- Nr. 689
"Die märkische Sage von der keuschen Nonne". Zeitschrift des Vereins für Volkskunde, 35 (1925), S. 98-103.
Frenzel, Motive, S. 184; Schmitt, S. 243.
- Nr. 708
"Der Wandel des mittelalterlichen Geschichtsdenkens im Spiegel der deutschen Dichtung". Zeitschrift für deutsche Philologie, 83 (1964), Sonderheft, S. 6-22.
Schmitt, S. 110.
Der Verfasser beschreibt den "Wandel im Geschichtsdenken und in der Geschichtsdarstellung [in mittelalterlicher Geschichtsdichtung] von einem Weltplan Gottes [...] zu einer losgelösten Autonomie der einzelnen historischen Realitäten" (S. 22). Weitere Autoren und Werke werden hierbei berücksichtigt.
- Nr. 804
Artusepik. Sammlung Metzler, 38: Abteilung D, Literaturgeschichte. Stuttgart, 1965.
Schmitt, S. 24, 219, 345.
"Unter der Bezeichnung 'Artusepik' faßt man jene großen Verserzählungen und die ihnen nachfolgenden Prosaromane des hohen und späten Mittelalters zusammen, die ihren Stoff aus der Fabelwelt um König Arthur und die Ritter seiner Tafelrunde nehmen. Es muß offenbleiben, ob für diese Erzählungen eine vorliterarische Arthurtradition von Bedeutung gewesen ist oder ob nur durch die Gunst der Stunde ein an und für sich nicht übermäßig reicher und bedeutender Stoff sich den großen Dichtern des französischen und deutschen Mittelalters als besonders geeignet anbot, aus ihm eine eigene Welt zu bauen und zu formen und damit einen Literaturzweig zu schaffen, der neben der Neubearbeitung antiker Stoffe und der Neubelebung der Heldenepik die bedeutendste erzählerische Gattung des Mittelalters überhaupt geworden ist. Sie hat wohl die größten erzählerischen Werke des Mittelalters hervorgebracht und bis in unsere Zeit eine starke Nachwirkung entfaltet" (Einführung, S. 1).
- Nr. 812
The development of the legend of Thomas Becket. Diss. Philadelphia: University of Pennsylvania, 1930.
Frenzel, Stoffe, S. 782.
Das Werk hat Überblickscharakter.
- Nr. 854
"Politische und Hofdichtung der Deutschen bis zum hohen Mittelalter". Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte, 15 (1937), S. 189-202.
Schmitt, S. 261.
Dem Verfasser geht es um eine Wesensbestimmung der 'politischen' Dichtung des Mittelalters. Die Inhaltsnennung 'Politik' wird nur am Rande berührt.
- Nr. 982
"La légende de la Reine de Saba". Revue de l'Histoire des Religions, 119 (1939), S. 204-225, 120 (1939), S. 27-44, 160-174.
Baldensperger/Friederich, S. 143.
Entstehung, Verbreitung und Umdeutungen der Geschichte von der Königin von Saba werden vom Verfasser dargestellt.
- Nr. 1053
"Who was Merlin?". The Quarterly Review, 252 (1929), S. 293-304.
Baldensperger/Friederich, S. 125
- Nr. 1062
"Charles Ricci, Sophonisbe dans la tragédie classique italienne et française". La Critica, 2 (1904), S. 483-486.
Dyserinck/Fischer, S. 67.
Rezension zu Charles Riccis Buch, das 1904 in Turin erschienen ist.
- Nr. 1093
"Historia über den Montserrat, den Ursprung des Klosters und die Legende der wunderbaren Auffindung der schwarzen Madonna". Benediktinische Monatsschrift Beuren, 21 (1939), S. 44-57.
Baldensperger/Friederich, S. 126.
Nacherzählung der Legende (S. 47-52), die in einer Chronik aus dem Jahr 1514 in mittelhochdeutscher Sprache verzeichnet ist.
- Nr. 1119
"Die Darstellung der Persönlichkeit Ludwigs XI. von Frankreich in der Literatur". Romanische Forschungen, 43 (1929), S. 161-302. [Zugleich Diss. Greifswald, 1929].
Schmitt, S. 203.
Im Anhang sind das Ludwig XI. betreffende Gedicht Chastellains in "Les Princes" und 25 Balladen Meschinots gegen Ludwig XI. abgedruckt. -- Bei dieser Studie handelt es sich um eine überblicksartige Darstellung unter Berücksichtigung vieler weiterer Autoren und Werke.
- Nr. 1125
"Agnes Bernauer". In: Lebensbilder aus dem Bayerischen Schwaben. Hg.v. Götz von Pölnitz. München, 1952. Bd. I, S. 131-160.
Schmitt, S. 38.
Weitere Autoren und Werke werden knapp angesprochen.
- Nr. 1149
Das Sagelied: Die aktuelle deutsche Heldendichtung der Nachvölkerwanderungszeit. Europäische Hochschulschriften, Reihe I: Deutsche Literatur und Germanistik, 94. Bern, 1974.
Schmitt, S. 135.
Der Verfaser sieht das nicht schriftlich fixierte 'Sagelied' als eine "Zwischenstufe" von der "Heldendichtung der Völkerwanderungszeit" zur "auf aktuellen Gestalten und Ereignissen beruhenden heroischen Dichtung des Spätmittelalters" (S. 8).
- Nr. 1190
Peter von Stauffenberg. Diss. Münster, 1948 [masch.].
Frenzel, Motive, S. 788; Schmitt, S. 318.
Dinges untersucht das Motiv der gestörten Mahrtenehe in Märchen und Sage sowie in verschiedenen Formen der volksliterarischen Überlieferung. -- Die herangezogenen Quellen werden im Inhaltsverzeichnis genannt.
- Nr. 1211
Rudolf von Habsburg in Chronik und Dichtung. Dresden, 1886.
Frenzel, Stoffe, S. 613.
Kurze Präsentation Rudolfs von Habsburg durch die Texte der drei genannten Autoren mit knappen Bemerkungen Dorers. Zwar erwähnt Dorer in seiner historischen Einleitung auch, daß Ottokar von Böhmen als einziger Fürst gegen die Krönung Rudolfs protestierte, jedoch ist dieser Vorgang nicht Gegenstand der Texte der drei genannten Autoren. -- Tschudis 'Helvetische Chronik' wurde im 16. Jahrhundert verfaßt, aber erst 1734 veröffentlicht.
- Nr. 1249
"Julius Caesar in the English Chronicles". Classical Journal, 14 (1918/19), S. 280-294.
Baldensperger/Friederich, S. 87.
- Nr. 1250
Daz was ein michel wunder: The presentation of Old Testament material in Jans Enikel's Weltchronik. Göppinger Arbeiten zur Germanistik, 650. Göppingen, 1998.
Dunphy untersucht die alttestamentlichen Erzählstoffe aus der ersten Hälfte der 'Weltchronik' und stellt dabei auffällige Motive besonders heraus, deren Vorgeschichte er nach Möglichkeit "anhand von anderen mittelalterlichen Texten verfolgt" (S. 341). Er weist hierbei nach, daß Enikel nicht nur Motive sehr unterschiedlichen Ursprungs zusammengetragen hat, sondern daß er überdies "höchst originelle Varianten zu den altbekannten Bibelgeschichten" zu bieten weiß (S. 342).
- Nr. 1251
"Der Ritter mit dem Hemd: Drei Fassungen einer mittelalterlichen Erzählung". Germanisch-Romanische Monatsschrift, 49 (1999), S. 1-18.
Dunphy zeigt hinsichtlich des mittelalterlichen Sujets 'Ritter mit dem Hemd' Ähnlichkeiten und Unterschiede in den verglichenen Texten auf. Über die motivgeschichtlichen Belege hinaus ist hierbei der Nachweis wichtig, daß sich die einzelnen Motive - von Textart zu Textart - in ihrer Funktion verändern.
- Nr. 1252
"Images of the Emperor Frederick II. in the Universal Chronicle of Jansens Enikel". Amsterdamer Beiträge zur älteren Germanistik, 40 (1994), S. 139-157.
Die Darstellung Friedrichs II. aus der Sicht der 'Weltchronik' von Jansen Enikel bietet ein Bild des Kaisers, das in deutlich unterscheidbare negative und positive Segmente - mit entsprechend gewählter Motivik - zerfällt. Dunphy geht davon aus, daß diese beiden Seiten des Kaiser-Bildes maßgeblich durch die verwandten Quellen ("sources reflecting the official Church position" und "source material look[ing] more favourably on the Hohenstaufen", S. 156) geprägt sind.
- Nr. 1332
"Literatur und Geschichte". In: Reallexikon der deutschen Literaturgeschichte. 2. Aufl. Hg.v. Werner Kohlschmidt, Wolfgang Mohr, Klaus Kanzog und Achim Masser. 5 Bde. Berlin, 1958ff. Bd. II (1965), S. 111-143.
Schmitt, S. 110.
Die von der Geschichtswissenschaft "erkundeten Fakten in ihren Motiven und Beziehungen" bilden einen Fundus an literarischen Inhaltsnennungen. Jedoch "ist die Faktizität der Geschichte [...] Gegenstand der Dichtung, aber sie sucht doch noch andere Ausstrahlungen der Geschichtlichkeit aufzufangen" (S. 111). - Der Verfasser stellt nach einer kursorischen Betrachtung der Antike "die geschichtlichen Kräfte, den geschichtlichen Stoff und den geschichtlichen Geist in der deutschen Literatur" überblickshaft dar (S. 112).
- Nr. 1405
"Carlo Magni nelle tradizioni storico-leggendarie italiane". In: Karl der Große: Lebenswerk und Nachleben. Bd. IV: Das Nachleben. Hg.v. Wolfgang Braunfels und Percy Ernst Schramm. 2. Aufl. Düsseldorf, 1967. S. 348-363.
Frenzel, Stoffe, S. 423.
Fasoli weist darauf hin, daß Karl der Große zwischen dem 9. und 14. Jahrhundert als literarische Figur in der italienischen Literatur keine eigentliche Rolle spielt. Ihr Resümee lautet: "L'indifferenza verso l'impero carolingio non è un giudizio storico, ma un attegiamento politico, ispirato a motivi contingenti, ma profondamente sentiti" (S. 363).