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  1. Die Sage vom Wunderer und der Saligen in ihrer litterarischen Gestaltung. In: Festschrift des germanistischen Vereins in Breslau. Leipzig, 1902. S. 177-192.

    WARNATSCH, Otto.

    Baldensperger/Friederich, S. 157.

    AUTEckenliedAUTKaspar von der Rhön: Dresdner Heldenbuch: WundererAUTSpruch von aim konig mit namem EzellAUTVon dem Perner und WundrerEPO13. Jh.EPO14. Jh.EPO15. Jh.GATFastnachtspielGATHeldendichtungGATSageGATSpruchdichtungGATdr. GattungGATep. GattungGATly. GattungNATdeutschNATösterreichischSWO---SWODietrich von BernSWOFrau SaeldeSWOFrauenjagdSWOSaligeSWOUngeheuerSWOWunderer

    Das in der Quelle vergebene Schlagwort 'Wanderer' ist offenbar aufgrund eines Lesefehlers 'Wanderer' - 'Wunderer' zustande gekommen. -- Warnatschs Arbeit gilt in erster Linie der Frage nach einem 'Urtext', auf den sowohl die 'Wunderer-Sage' (in ihren unterschiedlichen Fassungen) als auch die 'Fasold-Episode' aus dem "Eckenlied" zurückgeht. Neben Textabhängigkeiten wird aber auch die Stoffgeschichte um die Verfolgung einer Jungfrau durch einen 'wilden Jäger' bzw. ein Ungeheuer und deren Rettung durch einen jungen Helden behandelt. "Die noch heute lebendige Tiroler Volkssage von der Verfolgung der Saligen durch den wilden Jäger, der dem wilden Wunderer völlig gleichsteht und dem alten Sturmgott Wuotan entspricht, ist der Kern des ursprünglichen Wunderergedichts, dessen Inhalt und Form die erhaltenen Darstellungen uns nur mangelhaft erschließen lassen" (S. 191). -- Die Interpretation der Figur der verfolgten Jungfrau (Frau Saelde - saliges Fräulein) ist umstritten. Vermutlich treffen Vorstellungen aus der Tiroler Volkssage und aus der höfischen Epik aufeinander.

    Nr. 5586